Reisebericht Australien: Fraser Island, Fruit Picking, Autokauf... - Linda Duschinski
Fraser IslandFraser Island- Willkommen im Paradies... |
...Anders kann man die ersten Augenblicke auf der weltgrößten Man erblickt, fühlt und riecht kilometerlange Sandstrände, die menschenleer sind und in ein glasklares, türkisblaues Meer übergehen. Am liebsten möchte man sich sofort in die Fluten stürzen, um eins mit diesem Naturwunder zu werden. Aber auch das Paradies wäre nicht das Paradies, wenn es nicht einen Haken hätte: Vor Frasers Küste wimmelt es vor Haien, so dass man zum Baden doch lieber freiwillig einen der unzähligen und einzigartigen Seen im Inland aufsucht.
DIE HIGHLIGHTS Lake Boomanjin ist der erste See, den man passiert. Das Wasser ist honigfarben, da der See auf Blättern ruht und dank der ätherischen Öle der umstehenden Bäume ist ein Bad gut für Haut und Haar. Man sollte sich auf keinen Fall von der Wasserfarbe abschrecken lassen und zumindest kurz die Beine ins Wasser halten, um hinterher die samtigweiche Haut zu spüren! Lake Birrabeen ist ein kleines Wunder der Natur und raubt einem echt den Atem! Schneeweißer Sandstrand und kristallklares Wasser vereinen sich zu einer Landschaft, die ihresgleichen sucht. Der Sand ist so fein, dass man dort seinen angelaufenen Schmuck reinigen kann (wirklich wahr!) Lake McKenzie: Der bekannteste und damit am häufigsten besuchte See der Insel. Wenn man diese Schönheit in aller Ruhe genießen und nicht mit mindestens 20 anderen Touristen teilen möchte, sollte man hier am besten in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag aufschlagen, wenn die meisten Besucher noch nicht da oder schon wieder weg sind. Insider- Tipp: Lake Birrabeen ist mindestens genauso schön, aber viel leerer und ruhiger! Lake Wabby wird an drei Seiten von Eukalyptusbäumen umringt, während das vierte Ufer von Frasers tiefstem See an einer steilen Sanddüne liegt. Unbedingt ein Bodyboard mitnehmen, denn man kann von der Sanddüne direkt in den See rutschen! Eli Creek: Ein kristallklarer Frischwasserbach, der direkt zum Strand bis ins Meer fließt. Über einen Rundgang kann man in das eiskalte Wasser steigen und mit Fischen und Fröschen zusammen zurück zum Strand waten und dabei seinen Kreislauf in Schwung bringen. Maheno Wreck, ein Passagierschiff, das 1935 durch einen Sturm an der Küste Frasers gestrandet ist und seitdem ein Anziehungspunkt für Touristen ist. Besonders beeindruckend ist es, dort einmal zur Ebbe und einmal zur Flut vorbeizuschauen! Cathedrals: 25 km lange, farbige Sandklippen, die direkt am Meer liegen! Indian Head ist DER Aussichtspunkt der Insel: Man erklimmt ein Kliff, um von oben einen wunderschönen Blick über Strand, Insel und Meer zu haben. Dort sieht man mit eigenen Augen, warum man vor Frasers Küste lieber nicht schwimmen geht: Im seichten Wasser tummeln sich Haie auf der Suche nach Beute! Aber auch Delphine, Mantarochen und –in der Saison- Wale schwimmen hier vorbei. Ein Muss!!!
INSELBEWOHNER 40 verschiedene Säugtierarten und mehr Insekten und Reptilien, als einem lieb ist, leben auf Fraser Island. Bekannt ist die Insel vor allem für ihre Dingos, die australischen Wildhunde, die schon mal neugierig vorbeispazieren. Wenn man ihre Aufmerksamkeit nicht erregt, tun sie nichts und gehen ungehindert ihres Weges. Aber Vorsicht: NIE füttern und Lebensmittel immer gut wegpacken, denn Dingos sind wilde Raubtiere, die auch sehr gefährlich und aggressiv werden können!
UNTERKUNFT Es gibt einpaar private Campingplätze auf der Insel, am schönsten und besinnlichsten ist es jedoch, sein Zelt direkt am Strand aufzuschlagen, mit dem Meeresrauschen einzuschlafen und auch wieder aufzuwachen (ein tolles Gefühl!)
INFORMATION Genehmigungen: Für Fraser Island benötigt man eine Campinggenehmigung (nicht für die Privat- Campingplätze) sowie eine Fahrzeug- Plakette. Am besten beides vor Ankunft auf der Insel besorgen, denn dort ist alles teurer! Verpflegung: Immer genügend Lebensmittel und Trinkwasser bei sich führen. Zur Not kann man beides auch dort erwerben, aber zum doppelten Preis (kostenlose Trinkwasserzapfstellen an aufgeschilderten Resorts!). Auto und Touren: Da es auf Fraser keine asphaltierten Straßen gibt, würde ein gewöhnlicher Wagen nach spätestens zwei Minuten im Sand stecken bleiben! Möchte man die Insel nicht zu Fuß erkunden, gibt es die Möglichkeit einer geführten Tour (mit Jeep oder Bus) oder aber man mietet sich einen Geländewagen (in der Gruppe günstiger), um die Sandpisten selbst zu befahren und am Strand zu cruisen ( ein super Erlebnis!!!). Ob nun Tour oder Geländewagen, ein Preis- und Angebotsvergleich lohnt sich auf alle Fälle!
Abschließend sei gesagt, dass Fraser Island ein MUSS für jeden Australienreisenden ist! Viel wurde schon über diese Sandinsel geschrieben, aber die wahre Schönheit lässt sich nicht mit Worten beschreiben und nicht auf Fotos erblicken: Das Paradies muss man fühlen und mit eigenen Augen sehen und man wird sich auf den ersten Blick verlieben!
Linda Duschinski |

Australien Reise


Sandinsel (150km Länge, 20 km Breite) nicht beschreiben. Und nicht umsonst nannten die Aborigines sie K’gari (= Paradies) nach einem Geist, der Gott half, die Welt zu erschaffen. K’gari liebte die Erde so sehr, dass sie darum bat, dort leben zu dürfen und so in eine wunderschöne Insel verwandelt wurde. Damit sie nicht so einsam ist, gab Gott ihr Tiere und eine Menge Pflanzen, als Gesellschaft und stattete sie mit über 200 (!) Süßwasserseen als Augen aus, durch welche sie in den Himmel –ihr vorheriges zu Hause- gucken konnte. Und genau das ist Fraser Island: Der Himmel auf Erden!