Reisebericht vom Tag 06: Cactus Beach, Cape Bauer, Mt Camel Beach

 

Reisebericht vom Tag 06: Cactus Beach, Cape Bauer, Mt Camel Beach 


Cape Bauer

Tag sechs unserer Reise began gleich mit einem Höhepunkt: Unsere Mobiltelefone hatten wieder Empfang! Ein sicheres Zeichen, dass die Zivilisation nicht mehr ganz so weit weg sein konnte. Bereits nach 50km hatten wir sie erreicht, also zumindest die ersten Ausläufer in Form von Ceduna.

Wir waren die ersten Leute an diesem Morgen um 8Uhr die vor der Eingangstür der örtlichen Touristeninformation warteten. Als man uns hereinließ, machten wir einen Höflichkeitsschlender durch die Auslagen, erfragten etwas an der Information und verschwanden dann im Restroom. Nach fünf Tagen unterwegs endlich mal wieder eine ordentliche Toilette ;-)

Anschließend waren wir so erleichtert, dass wir aus Dankbarkeit erstmal den Internetrechner für eine gute Stunde in Beschlag nahmen. Fünf Tage keine Emails mehr gelesen und keine SMS geschrieben, geschweige denn empfangen. Das war schon eine harte Probe.

Der große Haken daran war jedoch, dass bekanntermaßen aus Tagen die bereits mit einer ausgedehnten Pause beginnen nicht wirklich was produktives wird. Unser Tagesziel war eigentlich Port Lincoln, knappe 500km von Ceduna entfernt. Da wir aber noch einige Stopps an diversen mehr oder weniger bekannten Stränden machen wollten, war uns aber bereits bei der Abfahrt in Ceduna klar, dass dasraus nichts werden würde.

Wie verließen Ceduna zur Mittagszeit und fuhren auf der B100 direkt an der Küste entlang. Nach 40km erreichten wir "Smoky Bay". Laut Reiseführer ein absolutes "Must See". Da wir aber wie bereits erwähnt unser Frühstück in Perth nicht aufgegessen hatten und uns deswegen seitdem die dicken Regenwolken verfolgen, blieb uns die wahre Schönheit dieses Ortes verschlossen.

Weiter gings zur "Streaky Bay", genauer gesagt zum "Cape Bauer". Das "Cape Bauer" kann man hervorrang mit dem Wagen umrunden und insbesondere der Aussichtspunkt direkt an der Spitze hat es in sich!! Kann ich nur empfehlen. Hatte natürlich den Fehler gemacht und mich von einer Regenpause aus dem Auto locken lassen. Kaum war ich 200m vom Auto weg fing es an Hunde und Katzen zu regnen. Ich wahr wohl innerhalb 30sec wieder im AUto, aber dennoch durchnässt bis auf die Unterhose.

Nachdem wir uns in "Streaky Bay" mit schlechten Fish & Chips gestärkt hatten, machten wir uns auf den Weg zur 70km entfernten "Venus Bay". Herlicher Ausblick, Pelikane und neugierige Anwohner, die sich tatsächlich noch nach jedem Touristen argwöhnisch umdrehen. Hier wollten wir dann doch nicht übernachten.

Da wir es keinesfalls mehr bis Port Lincoln schaffen würden, musste eine Alternative her. Die gute Frau aus der Touristeninformation in Ceduna hatte mir was von einem "Mt Camel Beach" erzählt. In unserer Karte war der nicht zu sehen, aber auf Infoblättchen dass sie mir mitgegeben hat.

Da wir mal wieder nichts zu verlieren hatten, machten wir uns auf den Weg zum "Mt Camel Beach". Wir verließen schließlich die B100 um wieder einmal unsere Hoffnungen auf eine Schotterstraße, die als Sackgasse zum Meer führen sollte, zu legen. Die Sonne verschwand bereits am Horizont, als die Straße ein Ende fand: Volltreffer!!! Wir standen auf einer Plattform und hatten einen fantastischen Blick auf das offene Meer, welches ungefähr 100m tiefer vor unseren Füßen lag. Leider fegte uns der Wind dermaßen um die Ohren, dass der Versuche das Zelt aufzubauen wieder einmal nichts brachte. Dafür parkten wir das Auto so, dass wir mit einem kühlen Feierabendbier in der Hand beobachten konnten, wie die Abendsonne langsam im Meer versank. Eine wunderschöne Weise um einen Tag zu Ende zu bringen.

 

 

Bilder vom Tag 06: Cactus Beach, Cape Bauer, Mt Camel Beach