Freiheit auf vier Rädern

 

Wie reist man so unabhängig wie möglich? Wie erspart man sich die Warterei auf Bus und Bahn? Und wie hat man sein Hab und Gut ständig bei sich ohne den schweren Rucksack auf den Schultern? Ist man für ein paar Monate unterwegs, ist man quasi mit seinem „zu Hause“ „on the road“... Aber man muss natürlich dafür gerüstet sein, dass auf den tausenden von Kilometern, die der Wagen auch auf unbefestigten Straßen zurücklegen wird, die ein oder andere Reparatur anfällt. Und man lernt nicht so viele Leute kennen, als würde man mit Bus und Bahn reisen, dafür entdeckt man Ecken, die einem ohne fahrbaren Untersatz verschlossen geblieben wären! Es ist also eine gutüberlegte Entscheidung, wie man reisen möchte und wo man seine Prioritäten setzt. Hat man sich für den Autokauf entschieden,  gibt es einige Kleinigkeiten zu beachten:

 

Wie komme ich an ein Auto?

Der wohl bekannteste „Umschlagplatz“ ist der Carmarket in Sydney, der direkt für Traveller angelegt wurde. Dort kaufen und verkaufen Reisende sieben Tage die Woche. Aber auch privat lässt sich ein Wagen ersteigern: Einfach auf Anschläge in Hostels oder Internetcafés achten oder die örtliche Zeitung durchwühlen. Ansonsten bieten Händler die Autos zwar zu höheren Preisen an, dafür erhält man aber oft eine Reparatur- (begrenzte Kilometer) oder Rückkaufgarantie (das Kleingedruckte lesen).

 

Was muss ich beachten?

Bevor man das Auto seiner Träume kauft, sollte man sich bei der RTA erkundigen, ob die Angaben des Verkäufers stimmen und die Fahrgestellnummer überprüfen. Wer möchte schon einen gestohlenen Wagen erwerben? Darüber hinaus können noch Strafen vom Vorbesitzer offen stehen, die man übernehmen muss, sobald der Eigentümer wechselt (REV- registry of encumbered vehicles anrufen).

Wenn es geht, sollte der Wagen in dem Bundesstaat ge- und verkauft werden, in dem er auch registriert ist, da die Übernahme sonst anstrengend und teuer werden kann.

 

Wie bin ich versichert?

In Australien wird die Autoversicherung in die Cumpolsury Third Party Insurance und die Third Party Property Insurance aufgeteilt: Erstere deckt nur Personenschäden ab und wechselt automatisch mit der Registrierung den Besitzer. Die Third Party Property Insurance sollte man extra abschließen, da sie Sachschäden bei einem Unfall übernimmt. Man denke nur mal daran, dass man aus Versehen in einen Porsche oder Ferrari kracht! Also lieber die Versicherung abschließen, statt das ganze Leben abzuzahlen!

Auch freiwillig ist die Mitgliedschaft im australischen „ADAC“- besonders dann empfehlenswert, wenn man vorhat, durchs Outback zu reisen!

 

Gute Fahrt!

Linda Duschinski